Ursachen - Sebsthilfegruppe Blasenkrebs Bocholt

Bocholt
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Ursachen

Medizinisches
Folgende Ursachen können die Entstehung von Blasenkrebs begünstigen:
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Nikotinkonsum: Bei Rauchern ist das Blasenkarzinom-Risiko im  Gegensatz zu Nichtrauchern um das zwei bis sechsfache erhöht. Das ist  davon abhängig wie viel und was man raucht. Die Menge der insgesamt  konsumierten Tabakprodukte korreliert dabei linear mit dem Risiko, an  einem Harnblasenkarzinom zu erkranken. Es erhöht sich je nach  Konsumverhalten und –Dauer. Als Ursache  wird das Vorkommen aromatischer Amine wie des 2-Naphthylamin im Rauch  angesehen. Ob das Beenden eines Nikotinmissbrauchs nach dem Auftreten  des Krebses die Prognose der Erkrankung verbessern oder ein Wiederauftreten verhindern kann, ist noch nicht abschließend geklärt.
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Bilharziose: Wer gern in tropische Regionen reist sollte sich vor  der Infektionskrankheit Bilharziose schützen. Würmerlarven aus  Gewässern treten beim Schwimmen über die Haut oder beim Trinken von  verseuchtem Wasser über den Magen-Darm-Trakt in den menschlichen Organismus über und befallen verschiedene Organsysteme. Darunter fällt auch die Blase. Ohne Behandlung kann die Erkrankung zu Blasenkrebs führen. Nach Schätzungen der WHO sind etwa 200-300 Millionen Menschen in den tropischen Regionen von der Bilharziose betroffen.
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Chemische Substanzen: Eine besondere Gruppe stellen die Chemische  Substanzen dar mit denen man beruflich in Berührung kommen kann und  somit zur Berufserkrankung führen können. Aber Achtung, einige  der unten aufgeführten Substanzen finden sich unter Umständen in unserem  normalen Aktivitäten im Haushalt und im Hobbybereich wieder.
4-Aminodiphenyl (4-Aminobiphenyl), Haarfärbemittel, 4-Chlor-o-toluidin,  Azofarbstoffe, ANTU Nagetierbekämpfungsmittel, Kokereigas,  AromatischeAmine, Kreosot, Auramin, Benzidin,   Kabelummantelung, Lacke,  β-Naphthylamin (2-Naphthylamin), Magenta, Beizen für Holz, o-Toluidin,  Kühlschmiermittel, Papierfarbstoffe, Bitumen gemischt mit Teer,  Pech,Carbolineum,   Schweissrissprüfspray, Chlordimeform, Staufferfett,  Epoxidharze, Dieselabgase in geschlossenen Räumen, Farbstoffe,  Zweikomponentenkleber, Verbrennungsprodukte, Farben,  Tetrachlorethylen  („Per“) in Reinigungen.

Nitirit: Erhöhte Nitritwerte im Trinkwasser führen über Jahre  hinaus zu einem erhöhten Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken, ein  erhöhter Nitritwert im Körper ist auch für die Entstehung von anderen  Tumorerkrankungen verantwortlich.
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Medikamente: Weitere iatrogene Risikofaktoren stellen einige Medikamente dar. Chlornaphazin, ein Mittel zur Behandlung der Polycythaemia vera, und Phenacetin, ein Schmerzmedikament, fördern die Bildung von Harnblasenkrebs.  Der erstgenannte Wirkstoff ist seit 1963 nicht mehr im Handel, der  zweitgenannte wurde 1983 vom Markt genommen. Als weiteres Medikament  kann das Immunsuppressivum Cyclophosphamid eine hämorrhagige Zystitis  auslösen und dadurch Blasenkrebs begünstigen. Bei korrekter Anwendung  zusammen mit dem Wirkstoff Mesna ist das Krebsrisiko allerdings  vernachlässigbar gering. Das Zytostatikum Chlornaphazin, welches bis  1963 bei der Behandlung der Polycythaemia vera eingesetzt wurde löste bei rund einem Drittel der behandelten Patienten Harnblasenkarzinome aus.
Auch das orale Antidiabetikum Pioglitazon steht im Verdacht, Blasenkrebs  auslösen zu können. Dies wird derzeit von der US-amerikanischen Food  and Drug Administration überprüft.
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Berufe, bei denen Umgang mit Harnblasenkarzinom verursachenden Stoffen bestanden haben kann:


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Chemischreiniger vor 1990, Dachdecker mit Flachdacharbeiten, Drucker,  Erdölraffineriearbeiter, Färber, Farbstoffherstellung/-verarbeitung  (z.B. Textil-, Leder-, Papier-, Haar-farben), Fliesenleger mit  Epoxydharzanwendung, Friseur vor 1980, Former, Giessereiarbeiter,  Gummiherstellung/-verarbeitung, Holzimprägnierer (Carbolineum,  teerhaltige Imprägnierungsmittel),   Industriefußbodenherstellung/-verarbeitung, Kabelherstellung/-entsorgung  (Gummiisolierung), Kunststoffherstellung, Lackierer (einschließlich  Spritzlackierer), Lederverarbeitung, Maler vor 1965, Parkettleger mit  Epoxydharzverwendung, Schornsteinfeger, Schreiner (Umgang mit Beizen und Lacken), Sprengstoffarbeiter mit TNT oder DNT Umgang,  Steinkohlenbergbau unter Tage, Straßenbauer (Abtragen und Neubau von  Schwarzdecken), Teer/Teerproduktherstellung/-verarbeitung, Vulkaniseur,   Winzer. Aluminiumelektrolysearbeiter (Söderberg-Verfahren), Arbeiter im Säurebau, Betonsanierung.

Chemiearbeiter, Umgang mit einem der nachfolgenden Stoffe: - 4-Aminodiphenyl (4-Aminobiphenyl)  - 4-Chlor-otoluidin  - Aromatische Amine  - Auramin  - Azofarbstoffe  - β-Naphthylamin (2-Naphthylamin)  - Beizen für Holz  - Benzidin  - Chlordimeform  - Farben  - Farbstoffe  - Kreosot  - Magenta  - o-Toluidin  - Papierfarbstoffe  - Pech  - Teer
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Selbsthilfegruppe Blasenkrebs Bocholt
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