Vorsorge - Sebsthilfegruppe Blasenkrebs Bocholt

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Vorsorge

Medizinisches

Möglichkeiten der Vorsorge Blasenkrebs

Wer will nicht wissen, ob mit seiner Gesundheit alles in Ordnung ist?  Und wer will nicht aktiv etwas dafür tun, dass das so bleibt?

Aktuell wird beim Blasenkrebs  entsprechend den nationalen und internationalen Leitlinien keine  Vorsorgediagnostik zur Früherkennung empfohlen. Lediglich eine sehr  unspezifische Prüfung auf Blut im Urin wird als eventuell sinnvoll diskutiert. Daraus resultiert dass Blasenkrebs  in einer hohen Anzahl der Fälle zu spät diagnostiziert wird. Dies liegt  sicherlich daran, dass keine Vorsorgemedizin betrieben wird.
Es hilft also alles nichts, es ist Selbstinitiative gefragt.

Glaubt man nun den Statistiken könnte man sich zurücklehnen und sagen  ich bin noch lange nicht dran. Das Durchschnittsalter liegt bei Männern  etwa bei 70 Jahren und bei Frauen liegt das Alter bei etwa 74 Jahren.
Nun, glaube nur den Statistiken die Du selber gefälscht hast und lebe auf der sicheren Seite.
Viele Statistiken sind immer noch auf dem Stand von 2002 und bedürfen dringend einer Erneuerung.
Ein 40 Jähriger, nicht rauchender Verwaltungsangestellter kann  Blasenkrebs haben und ein 60 Jähriger Asphaltierer klagt nach 40  Berufsjahren lediglich über seine lädierte Bandscheibe.
So ist das Leben.

Welche Möglichkeiten zur Früherkennung stehen nun zur Verfügung und ab wann sollte man diese nutzen.


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Der Urinteststreifen – Der Urinteststreifen gehört als einzelner  Test zwar nicht zum Krebsfrüherkennungsprogramm der gesetzlichen  Krankenversicherung, ein einmaliger Urintest auf Eiweiß, Blutzucker,  rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Nitrit ist jedoch  Bestandteil der „Check-up-35“, der alle zwei Jahre von Kassenmitgliedern  ab 35 Jahre in Anspruch genommen werden kann. Im Rahmen dieser  Untersuchung ist der Test kostenlos.
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Die Urinzytologie - Von der Schleimhaut, die die Blasenwand auskleidet, lösen sich laufend einzelne Zellen ab und werden mit dem Urin ausgeschwemmt. Falls in der Blase ein Tumor wächst, passiert dasselbe mit Krebszellen. Fachärzte können unter dem Mikroskop anhand typischer Veränderungen erkennen, ob im Urin schwimmende Zellen von der normalen Schleimhaut oder von einem bösartigen Tumor abstammen. Problematisch ist die schlechte Sensitivität bei gut und mittelgradig differenzierten Blasentumoren.  Die sich daraus ergebende unzureichende Vorhersagegenauigkeit, insbesondere bei hochdifferenzierten Tumoren, die einen Großteil der Befunde bei Erstdiagnose ausmachen, und der Mangel an prospektiven, kontrollierten Studien, lassen eine Beurteilung der Urinzytologie für das Screening eines asymptomatischen Patientenkollektivs nicht zu. Aus den genannten Gründen wird ein Screening-Programm für die Gesamtbevölkerung oder auch für bestimmte Risikogruppen mittels Urinzytologie nicht befürwortet. Die Urinzytologie gehört nicht zum Krebsfrüherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenversicherung.
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Der NMP22 Test- Beim NMP22 handelt es ich um ein Eiweiß, das in normalen Zellen nur dann in höherer Menge vorhanden ist, wenn sie sich gerade teilt. Wenn aber große Zahlen von Zellen zugrunde gehen (sog. Apoptose), wie es in Tumoren mit hoher Zellteilungsgeschwindigkeit vorkommt, wird NMP22 von Tumorzellen freigesetzt und findet sich im Urin, wo es qualitativ mittels Schnelltest nachgewiesen werden kann.
Der NMP22 Test gehört nicht zum  Krebsfrüherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenversicherung. Als Fazit kann festgehalten werden, das auf Grund der geringen Spezifität oder den hohen Kosten pro zusätzlich detektiertem Fall die Anwendung des NMP22 Tests in der Literatur auch in Kombination mit weiteren molekularen Testverfahren nicht für das Screening und die Früherkennung empfohlen werden kann.
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BTA-Stat Test (Bladder Tumor Antigen)  - Der BTA-Stat und BTA-trak Test weist im Vergleich zum klassischen  BTA-Test ein anderes Protein nach, das dem menschlichen Abwehrprotein  (Komplement) sehr ähnlich ist und durch diese Ähnlichkeit verhindert,  dass körpereigene Abwehrzellen die Blasentumorzellen abtöten. Der  BTA-Stat Test ist ein Schnelltest, der nur das Vorliegen des Proteins  anzeigt, nicht aber die Menge an Protein. Das Blasentumor Assoziierte Antigen ist in Urothelkarzinomen häufig erhöht und kann mit zwei etablierten Testverfahren im Urin nachgewiesen werden (BTA stat und BTA TRAK). Diese Tests sind von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die Nachsorge in Kombination mit einer Zystoskopie zugelassen.  Der BTA Nachweis wird jedoch stark durch das Auftreten einer Hämaturie, aber auch durch Inflammationen oder Infektionen beeinflusst, wodurch ein Einsatz für die Früherkennung oder ein Screening nicht sinnvoll ist
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Floureszenz-in-situ Hybridisierung (FISH) : Der FISH Test (UroVysion) detektiert das Vorliegen von Aneuploidien der Chromosomen 3, 7 und 17 sowie Veränderungen an Chromosom 9p21.  Der Test ist von der Federal Drug and Food Administration (FDA) für Patienten zugelassen, bei denen der Verdacht auf Vorliegen eines Blasenkarzinoms besteht. Die Sensitivität liegt bei 75% und die Spezifität bei 65-96%. Generell sollten bei diesem Test eine Mindestzahl von 25 suspekten Zellen aus dem Urin gewonnen werden, um diesen Test durchzuführen. In Screening-Studien wird eine ähnliche Detektionsrate wie mit der Zytologie erreicht, bei allerdings deutlich höheren Kosten. Es konnte jedoch gezeigt werden, das der Urovysion Test bei einer nicht eindeutigen Zytologie eine zusätzliche Sicherheit hinsichtlich des Vorliegens eines Blasenkarzinoms liefern könnte. Gegen die Anwendung dieses Tests für das Screening spricht die geringe Anzahl an detektierten Blasenkarzinomen in den durchgeführten Studien.
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Immunocyt/uCyt+: Der ImmunoCyt/uCyt+ Test wurde entwickelt, um die Ergebnisse einer Zytologie mittels eines biochemischen Nachweises von Muzin-Glykoproteinen und dem Karzinoembryonalen Antigen (CEA) zu verbessern. Von der FDA wurde der Test für die Nachsorge von Blasenkarzinomen in Verbindung mit einer Zytologie und Zystoskopie freigegeben. In Kombination mit der Zytologie liegt die Sensitivität bei 81-89%, die Spezifität bei 61-78%. Vor allem bei der Detektion von niedrig-gradigen Tumoren und dem Carcinoma in situ (CIS) verbessert der Test die Aussage der Zytologie. Ein wesentlicher Vorteil des Tests ist eine geringere Abhängigkeit von der Hämaturie oder inflammatorischen Einflüssen im Vergleich zu anderen molekularen Tests. Nachteile des Tests sind die untersucherabhängige Bewertung durch einen Zytopathologen, die Asservation und Lebenszeit der verwendeten Zellproben sowie die Notwendigkeit, mindestens 500 Zellen pro Probe zu erhalten. Für das Screening und die frühe Diagnostik ist die Datenlage nicht gut genug belegt, um eine Empfehlung auszusprechen.
Selbsthilfegruppe Blasenkrebs Bocholt
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